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Nachhaltiger Tourismus

Auch mehr als zwanzig Jahre nach dem Ende der Apartheid ist Südafrika noch immer von einer großen Ungleichheit geprägt. Obwohl das Land zu den größten und modernsten Volkswirtschaften Afrikas gehört, verharrt die Arbeitslosigkeit auf einem hohen Niveau und noch immer lebt ein Großteil der Bevölkerung in Armut. Gerade in ländlichen Gebieten Südafrikas wird diese Ungleichheit in den Bereichen Bildung, Einkommen und Vermögen extrem deutlich. Die geringe Anzahl an Arbeitsplätzen mit geregelten Einkommen sowie der fehlende Zugang zu Strom, fließend Wasser und die mangelnde Infrastruktur prägen auch die Gebiete am Rande der Großstadt Durban.

Im Jahr 2015 hat die Bevollmächtigte beim Bund, für Europa und Entwicklungszusammenarbeit daher gemeinsam mit der Stadt Durban ein Projekt zum Ausbau nachhaltiger touristischer Angebote in den Außenbezirken Durbans ins Leben gerufen. Das Projekt soll dazu beitragen, Arbeitsplätze, neue berufliche Perspektiven und Möglichkeiten zur Generierung von Einkommen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen im Tourismussektor zu schaffen. Besucherinnen und Besucher der Stadt sollen auf die vielfältigen aber bisher oft noch unzureichend erschlossenen Angebote aufmerksam gemacht werden. Parallel dazu erhalten Betreiber touristischer Angebote Unterstützung bei der Vermarktung und Ansprache ausländischer Touristen. Ein ausgewähltes FairTrade-Kunsthandwerksprodukt aus der Region dient dabei als ein Marketing-Instrument und soll mittelfristig auch in Deutschland erhältlich sein.

An diesem Projekt sind u.a. die Hochschule Bremen (Studiengänge Freizeitwissenschaften und Tourismusmanagement), das Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), die Bremer Touristik-Zentrale (BTZ), Durban Green Corridor (DGC) sowie die südafrikanische Nichtregierungsorganisation Africa!Ignite beteiligt.