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Nachhaltigkeitspartnerschaft

Bremen - Windhoek

Mit der Stadt Windhoek verbindet Bremen seit Langem eine Städtefreundschaft. Im Jahr 2008 unterstützte Bremen eine Studie im Bereich Altölentsorgung in informellen Autowerkstätten im Township Katutura sowie im Jahr 2010 einen Workshop zur Sensibilisierung der Automechanikerinnen und Automechaniker zu Umweltfragen.

Informelle Kleinbetriebe im Bereich Autodienstleistungen (Hinterhof-Mechaniker) in Windhoek, Namibia, stellen eine wertvolle und wichtige Möglichkeit dar für die Erwirtschaftung von Einkommen und Schaffung von Arbeitsplätzen, vor allem für un- oder angelernte Arbeitskräfte in den Townships. Außerdem verursachen sie zunehmend Umweltprobleme. Es kommt zu illegaler Entsorgung von Altöl und Lösungsmitteln von der Kfz-Reparatur sowie Umweltverschmutzung durch Spritzlackierung u.a. Daraus resultiert eine Verschmutzung von Oberflächen- und Grundwasser, die negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohnerinnen und Bewohner in den Townships hat und die auch auf Grund der Wasserknappheit in der Region bekämpft werden soll. Windhoek ist bei der Trinkwassergewinnung auf zwei oberirdische Wasserreservoirs angewiesen, die durch das Altöl verunreinigt werden könnten.

Jetzt ist es über die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt/Engagement Global gelungen, weitere Projektmittel einzuwerben, um als Pilotvorhaben eine Ölabscheideanlage an einer Gemeinschaftsgarage von Automechanikern zu errichten, weitere Workshops durchzuführen und zum Monitoring der Abwasserqualität zu sensibilisieren. Das sogenannte Nachhaltige Kommunale Partnerschaften (NaKoPa)-Projekt wird in Kooperation mit dem GIZ Landesbüro Bremen und der Hochschule Bremen, Abteilung Siedlungswasserwirtschaft, in den Jahren 2014 bis 2016 durchgeführt. Das Projekt wird mit einem ASA kommunal Austausch im Jahr 2015 sowie 2016 verbunden (jeweils Austausch von 2 Windhoeker Studierenden nach Bremen sowie von 2 Bremer Studierenden nach Windhoek).