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Renaturierung

Im Rahmen der Fazilität "Klimaschutz, Wald- und Biodiversitätserhalt" stellt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) über die Engagement Global/Servicestelle Kommunen in der Einen Welt Mittel für entwicklungspolitische Projekte deutscher Kommunen und NROs und ihrer Partner im globalen Süden bereit. Gefördert werden Maßnahmen in den Bereichen "Wald- und Biodiversitätserhalt", "Emissionsminderung" und "Anpassung an den Klimawandel".

Nachdem ein gemeinsamer Projektantrag von Bremen und Durban vom BMZ angenommen wurde, setzen die beiden Partnerstädte seit 2013 bis Ende 2016 in Durban gemeinsam das Projekt "Renaturierung von Feuchtgebieten zur Anpassung an den Klimawandel im Wassereinzugsgebiet des uMhlangane Flusses" um.
Hier der Link zu unserem BMZ-geförderten Projekt auf der Seite von Engagement Global: https://skew.engagement-global.de/bremen-durban-suedafrika.html

Durban wird im Zuge des Klimawandels mit höheren Temperaturen, unregelmäßigeren Niederschlägen, mehr Überschwemmungen und Dürreperioden sowie einem Anstieg des Meeresspiegels rechnen müssen. Als Reaktion darauf hat die erforderliche Anpassung an den Klimawandel für die Stadt Durban hohe Priorität.

Das Wassereinzugsgebiet des Flusses uMhlangane stellt exemplarisch die Herausforderungen dar, mit denen die Stadt in der Zukunft konfrontiert sein wird. Gleichzeitig ist das Gebiet durch ein schlecht funktionierendes Flusssystem, hochgradige Umweltverschmutzung und ein hohes Niveau an Armut und Arbeitslosigkeit der umliegenden Bevölkerung gekennzeichnet. Bisher sind die Projektaktivitäten innerhalb des Wassereinzugsgebiets nicht ausreichend miteinander abgestimmt. Dies führt zu einer ineffizienten Nutzung der städtischen Mittel.

Das Projekt zielt darauf ab, eine Reihe von kommunalen Bereichen für die Zusammenarbeit zusammenzubringen, um die Renaturierung des wichtigsten Feuchtgebietes und der sie umgebenden Freiflächen im Riverhorse Valley im Wassereinzugsgebiet des Flusses uMhlangane gemeinsam umzusetzen. Die Stadt Durban verspricht sich vom Projekt einen Beitrag für die Anpassung an den Klimawandel, zum Beispiel durch eine verbesserte Wasserrückhaltefähigkeit des Feuchtgebietes. Darüber hinaus wird die Renaturierung von Feuchtgebieten und angrenzenden Freiflächen dazu beitragen, die biologische Vielfalt vor Ort wieder herzustellen und zu fördern. Zu den indirekten Vorteilen des Projekts gehört die Reduzierung von Überschwemmungen und die Verbesserung der Wasserqualität für die Nutzerinnen und Nutzer flussabwärts sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen durch die notwendigen Bagger- und Pflanzarbeiten sowie bei der Bekämpfung gebietsfremder Pflanzen.

Das Riverhorse Valley-Gebiet innerhalb des Wassereinzugsgebiets des uMhlangane Flusses wurde als Pilotvorhaben ausgewählt, da es nur noch sehr wenige funktionierende Feuchtgebiete innerhalb des Wassereinzugsgebiets gibt; das Riverhorse Valley ist eines davon. Man hofft, dass die Erfahrungen mit diesem Projekt bei der Renaturierung anderer noch existierender Feuchtgebiete flussabwärts von Nutzen sein können. Es wird außerdem erwartet, dass die erfolgreiche Umsetzung dieses sektorübergreifenden Projekts als Leuchtturmprojekt für weitere derartige Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel dienen wird, die in anderen Teilen des Wassereinzugsgebiets durchgeführt werden.

Bei der Durchführung des Projekts stützt sich Durban auf die Expertise Bremens, beispielsweise bei technischen Workshops, kurzen Expertenbesuchen (bei denen es z.B. um Wasserqualitätsmanagement und Renaturierung von Ökosystemen geht), Projektmanagement-Beratung und Planung von Partizipationsprozessen.