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Algenfilter

Herstellung von nachhaltigem Düngemittel für die Bewirtschaftung von Gärten

Das Pilotprojekt war ein gemeinsames Projekt von eThekwini Water and Sanitation (EWS) und der Stadt Bremen. Die Testphase lief von Mitte März 2013 bis Mitte des Jahres 2014.

Es ist bekannt, dass Algen Nährstoffe aufnehmen, die verwendet werden können, um den Boden anzureichern. Wenn Algen auf einem Wasserkörper wachsen, verbrauchen sie Nährstoffe und binden Kohlenstoff. Es ist schwierig, die Algen zu filtern und aus dem Wasser zu entfernen. Der vorgesehene Algenfilter bietet optimale Bedingungen für Algen, um auf einem im Wasser platzierten Medium zu wachsen. Das Medium kann anschließend aus dem Wasserkörper entfernt werden, die Algen gesammelt und ihre Verwendung als Dünger geprüft werden. Dies dient möglicherweise als kostenlose Quelle von Nährstoffen für die lokale Bevölkerung. Sie können die Algen als Dünger in ihren Blumen- und Gemüsegärten (Food Gardens) nutzen. Der Filter bietet den zusätzlichen Vorteil der Verbesserung der Wasserqualität sowie des Bindens von Kohlenstoff und unerwünschter gelöster Nährstoffe im Wasser mit Hilfe der Sonnenenergie.

In dem Projektzeitraum wurde geprüft, ob:

  • die Algen im Fluss uMhlangane wachsen und direkt dort geerntet werden können,
  • die Algen/das Algensubstrat für die Umwelt unbedenklich sind/ist,
  • die Algen/das Algensubstrat als Dünger eingesetzt werden können/kann.

Die folgenden Aktivitäten wurden durchgeführt:

  • Entwicklung einer geeigneten Filteranlage, auf der die Algen wachsen können,
  • Beobachtung des Algenwachstums,
  • Untersuchung der Algen auf Schadstoffe,
  • Analyse von diversen Nährstoffkonzentrationen.

Folgende Schritte konnten nicht durchgeführt werden:

  • Entwicklung eines Verfahrens zur Ernte der Algen und der Trocknung der Algen,
  • Schulung der lokalen Bevölkerung (Die lokale Bevölkerung muss befähigt werden, die Algen nachhaltig selbständig zu nutzen.).

Vor Ablauf des Projektes wurden die Metallschalen, die für das Wachstum der Algen genutzt wurden, aus dem Fluss entwendet. Diebstahl von Metallteilen zur anderweitigen Nutzung ist ein gravierendes Problem in Südafrika und behindert in mehreren Projekten, die Bremen mit Durban durchführt, den Projekterfolg. Derzeit kann das Vorhaben nicht weitergeführt werden.