Sie sind hier:

Backyard Mechanics

Altölproblematik in Hinterhofwerkstätten

Informelle Kleinbetriebe im Bereich Autodienstleistungen (Hinterhof-Mechaniker) in Windhoek, Namibia stellen eine wertvolle und wichtige Möglichkeit für die Erwirtschaftung von Einkommen und Schaffung von Arbeitsplätzen dar, vor allem für un- oder angelernte Arbeitskräfte in den Townships. Auf der anderen Seite verursachen sie zunehmend Umweltprobleme. Es kommt zu illegaler Entsorgung von Altöl und Lösungsmitteln von der Kfz-Reparatur sowie zu Umweltverschmutzung durch Spritzlackierung u.a. Daraus resultiert eine Verschmutzung von Oberflächenwasser in den temporären Bächen, die negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohner in den Townships hat und zusätzlich aufgrund der Wasserknappheit in der Region bekämpft werden soll.

Seit 2010 fördert Bremen das Projekt "Backyard Mechanics – Altölproblematik in Hinterhofwerkstätten" in Windhoek, speziell Katurura. Nach der Finanzierung einer Studie zur Umweltproblematik fand im Jahr 2010 ein Workshop mit Backyard Mechanics statt, an dem der Bremer Umweltsenator teilnahm. Erste Austausche von Fachkollegen der Stadtverwaltung nach Bremen fanden 2011 statt. Zur intensiveren Bearbeitung der Problematik wurde für die Jahre 2015 und 2016 ein Nakopa-Projekt aus Mitteln des BMZ bewilligt. Das Ziel des Projektes ist es, Kleinstgewerbetreibende aus dem Bereich Backyard Mechanic zu sensibilisieren, die Problematik der illegalen Entsorgung von Altölen, Altlacken, Schmier- und Lösungsmitteln zu thematisieren und ihre Bereitschaft zu erhöhen, an einer Lösung mitzuwirken. Auch nach Projektende werden die Sensibilisierungsmaßnahmen durch die Kommune weitergeführt.

Darüber hinaus wurde in der Projektlaufzeit ein Regenreinigungsbecken mit Bodensickeranlage für die Verbesserung der Qualität des Oberflächenwassers in einer offiziellen Backyard Mechanics Garage im Township Katutura als Demonstrationsobjekt für verursachernahe Lösungsansätze gebaut.